Ausbildung Baumwart 2010*, Foto: Bernd Rödger |
Thüringerobstbaumschnittschule
2010 haben die ersten 17 TeilnehmerInnen, in zwei Lehrgängen, erfolgreich Bestanden ( 4 davon mit Auszeichnung! ).
2011 haben ebenfals 17 TeilnehmerInnen, in zwei Lehrgängen, erfolgreich Bestanden ( 8 davon mit Auszeichnung! ).
Baumwart des Naturgemäßer Obstbaumschnitt am Hochstamm der Thüringer Obstbaumschnittschule mit dem Berufsimker und Obstbaumpfleger Dipl. -Ing. agr. Michael Grolm und dem Pomologen Hans-Joachim Bannier auf Schloss Tonndorf Weimarer Land/ Thür.
Der Schnittkurs am Hochstamm richtet sich an Profis und die, die es werden wollen. Angesprochen sind alle Menschen, die sich professionell mit hochstämmigen Obstbäumen beschäftigen (Landschaftsgärtner, Baumschüler, Baumpfleger, Gemeindearbeiter, private und amtliche Naturschützer und Menschen die selber Kurse geben wollen).
Das Motto ist, mit möglichst wenig Arbeit viel zu erreichen.
Es werden Bäume erzogen, die qualitativ hochwertiges Obst ohne Stützen tragen können. Die erzogenen Bäume haben einen harmonischen Kronenaufbau, welcher von vier Seiten problemlos mit der Leiter bearbeitet werden kann.
Die Ausbildung findet in vier aufeinander aufbauenden Blöcken am Wochenende statt. Es gibt ein Manuskript zu den Blöcken.
Block 1: Erziehungsschnitt von Jungbäumen
Block 2: Altbaumschnitt
Block 3: Veredeln von Obstbäumen
Block 4: Sommerschnitt
Im 1. Block werden den TeilnehmerInnen im theoretischen Teil die verschiedenen Wuchsgesetze und das nötige Hintergrundwissen beigebracht.
Es geht um die Anlage einer Streuobstwiese, Sortenauswahl, Pflanzung, Werkzeugkunde sowie Literaturhinweise.
Im praktischen Teil werden unter Anleitung selbständig Jungbäume geschnitten. Hierbei wird großer Wert darauf gelegt, dass die TeilnehmerInnen lernen den Obstbaum zu „lesen“ und somit in der Lage sind zuhause an ihren Bäumen ihre Schnitttechnik selbstständig weiterzuentwickeln. Es wird ein Leitfaden vermittelt wie von Anfang bis zum Ende des Schnittes ein Jungbaum zu behandeln ist.
Am Samstag Abend findet ein Diavortrag von dem Naturfotografen Bernd Gaspar „Im Land des Wendehalses“ statt.
Im 2. Block geht es im theoretischen Teil um den schonenden Altbaumschnitt, Wirtschaftlichkeit und Vermarktung. Im Praktischen Teil werden die Teilnehmer unter Anleitung Altbäume schneiden. Sie lernen den Verjüngungsschnitt sowie den Erhaltungsschnitt. Am Samstag Abend gibt es die Möglichkeit unter freiem Himmel in einer eingeheizten grossen Wanne zusammen ein Bad zu nehmen. Am Sonntag wird der Erziehungsschnitt am Jungbaum unter Anleitung nochmals vertieft.
Im 3. Block wird der Pomologe Hans-Joachim Bannier den TeilnehmerInnen die Theorie des Veredelns beibringen. Es geht um Arten des Veredelns, Veredlungspartner, Reiseraufbewahrung, Einblicke in die Sortenkunde und Vorstellung einiger robuster Streuobstsorten. Im praktischen Teil lernen die TeilnehmerInnen die verschiedenen Schnittführungen. Es können 2 selbstveredelte 1- jährige Pflanzen mit nach Hause genommen werden. Am Samstag Abend gibt es einen Vortrag von Hans-Joachim Bannier “Kritische Fragen zur Sortenentwicklung des Obstbaues“. Am Sonntag wird der Erziehungsschnitt am Altbaum unter Anleitung nochmals vertieft.
Im 4. Block wird es im theoretischen Teil um die Besonderheiten der spätwinterlichen Saftverschiebungsbäume (Kirsche, Walnuss, Pflaume u.s.w.) und deren Schnitttechnik gehen.Vorstellung der wichtigsten Krankheiten u. Schädlinge im Streuobstbau. Im praktischen Teil Begutachtung des Jungbaumaustriebes vom Frühjahr sowie Sommerschnitttechnik an Kirsche und Pflaume (Altbaum).
Am Samstag Nachmittag wird es eine Führung zu den Bienen auf dem Schlossgelände geben mit dem Schwerpunkt der Bestäubungsleistung der Honigbiene mit anschliessender Verkostung von frischem Wabenhonig. Am Sonntag Nachmittag wird nach bestandener Prüfung die Urkunde überreicht.
Mitzubringen sind (wenn vorhanden): Schreibunterlagen, Leiter, Gartenschere, Baumsäge, Teleskopschere, Veredlungsmesser, Krebsmesser und ein kleines Brett (ca. 25x10 cm lang zum Maß anlegen).
Die Ausbildung kostet 230 €, für Studenten,Auszubildende und Arbeitslose (falls sie nicht förderfähig sind) 150 € pro Wochenende (zzkl. 19% MwSt.). Die Blocks bauen aufeinander auf.
Einfache Unterkunft mit eigenem Schlafsack im Mehrbettzimmer( 12 € pro Nacht ),Übernachtung auf dem Platz im Zelt oder im Auto (5€ pro Nacht) plus Vollverpflegung in Bioqualität, Frühstück, Mittag, Kaffee und Abendbrot (60€ pro Wochenende). 2x Mittag ( 20€ )und 2x Kaffee (10€) müssen zwecks Gruppengefühl gebucht werden!
Es können auch komfortablere Schlafplätze (15 € - 50 € pro Nacht) im Dorf organisiert werden.
Die Blocks beginnen am Fr. um 16 Uhr und enden So. um 16 Uhr. Sie finden statt auf dem idyllischen Gelände von Schloss Tonndorf, zu dem 400 hochstämmige Jung- und Altbäume gehören.
Termine: Erster Ausbildungsgang
Block 1: Fr. 23. 03. um 16 Uhr - So. 25.03.2012 bis 16 Uhr.
Block 2: Fr. 13. 04. um 16 Uhr - So. 15.04.2012 bis 16 Uhr.
Block 3: Fr. 20. 04. um 16 Uhr - So. 22.04.2012 bis 16 Uhr.
Block 4: Fr. 10. 08. um 16 Uhr - So. 12.08.2012 bis ca. 16 Uhr.
Achtung!: Da das Interesse so groß ist biete ich einen 2. Ausbildungsgang an! Wenn es Tauschkandidaten gibt, kann auch zwischen den Ausbildungsgängen getauscht werden.
Termine: Zweiter Ausbildungsgang
Block 1 u. 2: Mo. 12.03. um 14 Uhr - Fr. 16.03.2012 bis 14 Uhr.
Block 3: Mi. 18.04. um 14 Uhr - Fr. 20.04.2012 um 14 Uhr.
Block 4: Mo. 06.08. um 14 Uhr - Mi. 08.08.2012 bis ca. 16 Uhr. Anmeldung und Infos bei Michael Grolm: verkauf@schlossimkerei.de oder
Tel.: 036450-446889 oder 0170/1087174.
Achtung! Achtung! Achtung!
Für diese Ausbildung 2012 können ab ca. Mitte Februar beim zuständigen Ausbildungsberater wieder Bildungsgutscheine beantragt werden. Es gibt hierdurch einen Zuschuss von 500€ !!!Das Programms "Bildungsprämie" findet man unter: http://www.bildungspraemie.info/
Achtung: Gärtner (welche was produzieren, leider keine Landschaftsgärtner), Landwirte und Forstwirte aus Thüringen können bei Ihrem zuständigen Landwirtschaftsamt einen Antrag aud Weiterbildung stellen. Der Antrag kann mit 70% bezuschusst werden! Andere Bundesländer haben ähnliche Programme.
*Für eine größere Darstellung bitte auf das Bild klicken
Ausserdem können Auszubildende GärtnerInnen (z.B. LandschaftsgärtnerInnen) einen Zuschuss von bis zu 70% beim zuständigen Ausbildungsamt beantragen! |